Machen Nudeln wirklich glücklich?
Und kann sich das, was wir essen, überhaupt auf unsere Gefühlswelt auswirken?

Auf jeden Fall! Die Verbindung zwischen Essen und Emotion oder anders gesagt zwischen Darm und Gehirn ist stärker als man erwartet. Nicht umsonst wird unser Darm in der Wissenschaft oft als „zweites Gehirn“ bezeichnet. Denn genau wie in unserem Kopf, befindet sich in unserem Verdauungsorgan ein voll ausgebildetes Nervensystem, das unserem Gehirn auffallend ähnlich ist. So ist sowohl in unserem Kopf, als auch in unserem Bauch das stimmungsregulierende Glückshormon Serotonin vorhanden.


Da das Nervensystem unseres Gehirnes in ständigem Kontakt zum Nervensystem unseres Darmes steht, haben Lebensmittel also einen direkten Einfluss auf unseren Gemütszustand. Fühlt man sich zum Beispiel morgens eher träge und möchte am liebsten im Bett liegen bleiben, können ein schwarzer Tee oder ein Kaffee sehr belebend wirken.  Das liegt daran, dass Koffein die Herzaktivität sowie das gesamte zentrale Nervensystem anregt, welches Bauch und Kopf verbindet.

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Möchte man nach der Arbeit mal so richtig entspannen, können Heilkräuter und magnesiumreiche Lebensmittel, wie Nüsse, einige Getreidesorten und Bananen, hilfreich sein. Salbei und Rosmarin beispielsweise fördern die Durchblutung und wirken sich somit beruhigend auf unser Gehirn aus.

Fast Food und andere stark verarbeitete, fettige Lebensmittel hingegen haben eine negative Wirkung auf die Gefühlswelt. Die darin enthaltenden gesättigten Fettsäuren machen den Körper müde und uns unglücklich, launisch und wütend.

Wer den negativen Emotionen vorbeugen möchte, isst am besten mehr Walnüsse und Chia-Samen, die sehr viele Omega-3-Fettsäuren enthalten. Auch Johanniskraut kann als dauerhafter Stimmungs-Aufheller dienen.

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Wer sich allerdings mit dem kurzen Glück zufrieden gibt, sollte zu Lebensmitteln greifen, die viel Tryptophan enthalten oder beim Kochen gut würzen. Für alle Schärfe-Liebhaber können Chili, Peperoni und Pfeffer nämlich zu guter Laune beitragen. Der Schmerzreiz, der durch scharfes Essen verursacht wird, fördert die Ausschüttung von Endorphinen. Diese sollen ursprünglich den Schmerz betäuben, heben aber gleichzeitig die Stimmung.

Aber auch für Menschen mit etwas empfindsameren Geschmacksnerven, gibt es essbare Glücksgefühle. Verschiedene Hülsenfrüchte, Kokosmilch, Brokkoli und grünes Blattgemüse beispielsweise enthalten Tryptophan. Diese Aminosäure benötigt unser Körper um das glücklich machende Serotonin zu bilden. Auch in Getreide ist eine große Menge an Tryptophan enthalten, was uns zu der Schlussfolgerung führt: Nudeln machen wirklich glücklich.