Wenn man den Ort Veitshöchheim hört, denken die meisten wohl sofort an „Fastnacht in Franken“. Bereits seit drei Jahrzehnten wird die bekannte Sendung aus den Mainfrankensälen gesendet. Doch dabei hat Veitshöchheim noch so viel Schönes zu bieten. Landmadla hat sich für dich mal auf Entdeckungstour begeben.

10 Uhr: Direkt hinter Würzburg liegt das schöne Veitshöchheim. Dein Auto stellst du am besten bei den Mainfrankensälen ab. Dort gibt es kostenlose Parkplätze, die zentral liegen, um Veitshöchheim zu Fuß zu erkunden. Falls du noch nicht gefrühstückt hast, lohnt sich direkt ein Gang in die Mitte von Veitshöchheim. Bei einem leckeren und ausgiebigen Frühstück im Maxl-Bäck kannst du dich erst einmal ordentlich für den Tag stärken.

12 Uhr: Das wahre Juwel von Veitshöchheim liegt hinter einer rund zwei Meter hohen, etwas unscheinbaren Mauer: Hier verbirgt sich der berühmte Rokokogarten mit der von Balthasar Neumann gestalteten Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe. Der Hof- und Schlossgarten, wie der Rokokogarten auch genannt wird, ist überall gut beschildert, sodass du den Eingang einfach findest. Sobald man durch das große, hölzerne Tor geht, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Alleen, versteckte Nischen mit Bänken und Pavillons, der große See und über 300 Skulpturen – im Rokokogarten gibt es überall etwas zu entdecken. Und gerade zu dieser Jahreszeit haben die versteckten Nischen und Alleen etwas ganz Mystisches.

Öffnungszeiten: Ganzjährig ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die Wasserspiele sind erst ab April wieder zu bewundern.

Eintritt: kostenfrei; Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich per Audioguide durch den Hofgarten führen zu lassen (2 Euro). Das Schloss kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Diese werden jedoch erst wieder ab April angeboten.

Die von Balthasar Neumann gestaltete Sommerresidenz im Rokokogarten. Foto: Lisa Kieslinger

14.00 Uhr: Danach musst du dir unbedingt den malerischen Altort von Veitshöchheim anschauen. Wenn man durch die kleinen Gässchen mit ihren Fachwerkhäusern spaziert, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Fachwerkhäuser haben einen ganz besonderen Charme. Foto: Lisa Kieslinger

15.30 Uhr: Etwas unscheinbar zwischen den ganzen Fachwerkhäusern steht das jüdische Kulturmuseum: ein hellblaues Haus mit weißer Tür. Aus einem der Fenster im oberen Stock hängt eine große weiße Fahne heraus. In den historischen Räumen wird das Leben der Juden in Franken, das die Region über drei Jahrhunderte entscheidend prägte, auf vielfältige Weise dargestellt. Direkt dahinter liegt die barocke Synagoge, die 1730 errichtet wurde. Im Nationalsozialismus wurde das Gebäude zum Feuerwehrhaus umgebaut und dabei im Inneren zerstört. Nachdem 1986 ein großer Teil der zerstörten Inneneinrichtung geborgen werden konnte, hat man sich entschlossen, diese wieder herzustellen.

Öffnungszeiten: Nähere Informationen zu den Öffnungszeiten des jüdischen Kulturmuseums und der Synagoge gibt es beim Kulturamt der Gemeinde (0931/9802764).

Die Jüdische Synagoge in Veitshöchheim. Foto: Lisa Kieslinger

16.30 Uhr: Wenn du bei der Synagoge bist, geht rechts ein schmaler Trampelpfad nach unten auf eine große Wiese. Nach der Wiese geht es noch einmal rechts, dann noch einmal links durch eine schmale Gasse und schon bist du am wunderschönen Mainufer. Vor ein paar Jahren fand hier die Landesgartenschau statt und davon sind einige schöne Sachen übrig geblieben: Ein Kneipbecken, durch das das Wasser einer frischen Quelle fließt, ein Barfuß-Parcours, schöne Spielplätze und vieles mehr. Von der Mainpromenade hat man auch eine schöne Aussicht auf das gegenüberliegende Margetshöchheim. Früher waren die Bewohner der beiden Dörfer, die durch den Main getrennt waren, verstritten. Mittlerweile gibt es eine Brücke und auch die Streitigkeiten haben sich gelegt.

18.30 Uhr: Zeit für’s Abendessen: Entlang der Uferpromenade gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants, bei denen man lecker essen und nebenbei den wunderschönen Mainblick genießen kann. Tipp: Neben der „Fastnacht in Franken“ ist Veitshöchheim auch für seinen guten Wein bekannt. Falls du also nicht mehr fahren musst, genieß ein Gläschen guten Frankenwein.

An der Mainpromenade lässt’s sich wunderbar schlemmen. Foto: Lisa Kieslinger

20 Uhr: Falls du am Abend noch Lust auf etwas Kultur hast, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite der Mainfrankensäle. Egal ob Comedy, Musik oder Theater – vielleicht gibt es für deinen Ausflugstag ja noch ein paar Restkarten für eine Veranstaltung, die du schon immer gerne mal sehen wolltest.

Egal ob Comedy, Musik oder Theater in den Mainfrankensälen ist einiges geboten. Foto: Lisa Kieslinger