Biere von Weltruf, imposante Burganlagen, kleine verwinkelte Gässchen und urige Fachwerkhäuser – all das wartet auf einen in der Marktgrafenstadt Kulmbach. Kein Wunder, dass auch Entertainer Thomas Gottschalk immer mal wieder in seiner alten fränkischen Heimat gesichtet wird.

10.00 Uhr

Los geht’s auf dem Markplatz, der als fränkische Rechteckanlage angelegt ist. Kopfsteinpflaster, bunte Fachwerkhäuser und verschiedene Cafés, Restaurants und Geschäfte machen ihn zu einem gemütlichen Plätzchen, das man bei einem Besuch in Kulmbach unbedingt mal gesehen haben sollte. Einfach mal ohne Ziel über den Platz schlendern und das bunte Treiben genießen. Jeden Mittwoch und Samstag findet hier übrigens der Bauernmarkt statt. Wer also an einem der beiden Tage die alte Marktgrafenstadt besucht und noch nichts gefrühstückt hat, kann sich an einem der Stände noch schnell mit frischem Obst oder einem süßen Teilchen versorgen.

11.00 Uhr

Frischen Fußes geht es jetzt weiter aufwärts. Wer schon einmal den Kopf angehoben hat, hat sie vielleicht schon entdeckt: die Plassenburg hoch oben über den Dächern von Kulmbach. Vom Marktplatz aus führt der Weg durch die Obere Stadt und eine Baumallee nach oben. Wer keine Lust auf den 20 bis 25 minütigen Aufstieg hat, kann auch ganz bequem den Bus nehmen. Dieser fährt von der Innenstadt aus in regelmäßigen Abständen das Wahrzeichen der Stadt an, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über die Stadt hat.

Bis zum 18. Jahrhundert unter der Herrschaft der Hohenzollern, fiel die Burg zusammen mit Kulmbach 1810 an Bayern und wurde als Zwangsarbeiterhaus, Zuchthaus und Kriegsgefangenenlager genutzt. Heute beherbergen die dicken Burgmauern  verschiedene Museen: das Landschaftsmuseum Obermain, das Deutsche Zinnfigurenmuseum, das Museum Hohenzollern in Franken und das Armeemuseum Friedrich der Große. Wer etwas zur Geschichte der Burg, der Stadt und der Region erfahren möchte, ist hier genau richtig. Das Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg ist übrigens das weltweit größte seiner Art: Über 300.000 Einzelfiguren und rund 150 Dioramen lassen seine Besucher Geschichte in Miniaturform erleben. In dem malerischen Innenhof der Burganlage finden zudem die unterschiedlichsten Konzerte statt.


Gratis-Schnupperführungen, die die Höhepunkte aus den städtischen Museen zeigen, finden Montag bis Donnerstag jeweils um 11, 12 und 14.30 Uhr statt sowie nach telefonischer Voranmeldung (Tel. 09221 804572). Lediglich der normale Museumseintritt ist zu bezahlen, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind frei.

Alle Öffnungszeiten und Museumspreise unter www.plassenburg.de/ihr-besuch


12.00 Uhr

Hunger? Leider öffnet das Restaurant auf der Plassenburg erst abends seine Türen. Also schnell zurück in die Innenstadt. Hier findet sich fast an jeder Ecke ein schnuckeliges Café oder eine gemütliche Gaststätte. Gutes Essen gibt es zum Beispiel in der „Zunftstube“.

12.30 Uhr

Im Anschluss bietet sich ein kleiner Stadtbummel durch Kulmbachs verwinkelte Gässchen an. Mit rund 25.000 Einwohnern ist die Stadt zwar nicht ganz so groß, doch gerade das macht ihren Charme aus. Und in den kleinen Boutiquen und Geschäften lässt sich mit Sicherheit das ein oder andere besondere Stück ergattern.

15.00 Uhr:

Lust auf ein bisschen Natur? Bei schönem Wetter empfiehlt sich ein Abstecher in das Kulmbacher Naherholungsgebiet „Mainaue”, das Einheimische nur als „Kieswäsch“ bezeichnen. Der Badesee ist ein wunderbarer Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Eine große Rasenfläche, schattenspendende Bäume und die gute Wasserqualität machen die „Kieswäsch“ zu einem beliebten Ausflugsziel. Für Sportbegeisterte gibt es einen Beachvolleyballplatz und Kinder können im Buddelplatz vor sich hin graben. Wer ein eigenes Boot Zuhause hat, sollte es unbedingt mitnehmen und damit zu der kleinen Insel in der Mitte des Sees schippern.


Tipp: Auf einer der Wiesen rund um die „Kieswäsch“ lässt sich wunderbar picknicken. Wer es damit nicht so hat, für den gibt es einen Kiosk, der die Seebesucher mit Eis, Snacks und kühlen Getränken versorgt.


Alternative zur „Kieswäsch“:

Wer keine Lust hat auf See der lässt sich vielleicht für den vier Kilometer langen Naturlehrpfad am Rehberg begeistern. Gerade mit Kindern lässt sich dort ein spannender Nachmittag im Freien verbringen. An insgesamt 22 Stationen kann man zum Beispiel auf einem Barfußpfad verschiedene Untergründe des Waldes ertasten, seine eigenen Weitsprungkünste mit denen verschiedener Tiere messen oder auf Schautafeln die  Bewohner und Pflanzen des Waldes kennenlernen (Gehzeit circa zwei Stunden).


Tipp: Von dem 1498 erbauten Rehturm am Rehberg hat man einen grandiosen Blick.