Der „Bambecher“ – das sind 350ml Kaffee, die vielleicht nicht die Welt retten, aber doch Bamberg ein kleines bisschen besser machen.

Ob Schüler, Student oder Büromensch, ob Latte Macchiato, Cappuccino, oder heiße Schokolade – das Leben ist einfach schöner mit einem Wach-Mach-Kaffee oder einem heißen Tee zum Händeaufwärmen im Winter. Also schnell auf die Uhr geschaut, in den nächsten Bäcker oder Café gehüpft, schnell bezahlt und los bevor man zu spät zur Vorlesung kommt.

Vorlesung vorbei, man selbst völlig benebelt von Statistik, der Kaffee längst weg und der Becher? Der ist noch da. Und jetzt wohin damit? Egal ob man jetzt nach einem Mülleimer sucht oder das Papp-Ding einfach irgendwo unauffällig stehen lässt, nachhaltig und ressourcenschonend kann man hier nicht vorgehen. Benutzt  ist benutzt und der Müll produziert. Es gibt natürlich Möglichkeiten, um den unnötigen Müll zu vermeiden. Klar kann man einen von den schweren und klobigen Thermobechern mitnehmen und das benötigte Koffein daraus trinken, klar kann man auch fünfzehn Minuten früher aufstehen und den Kaffee noch entspannt im Café genießen, klar kann man das – man will aber nicht.


Der „Bambecher“

… soll Abhilfe schaffen und unser Umweltgewissen erleichtern. Hof und Kulmbach machten es vor, jetzt bringt auch Bamberg ein Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher an den Start. Auslaufsicher, isoliert, stabil und dazu noch chic präsentiert sich der neue „Bambecher“ als umweltfreundliches Design. Für einmalig 4 Euro erhält man seinen ersten „Bambecher“ und sobald der leer ist, wird er in einem der über 30 teilnehmenden Cafés, Bäckereien und Geschäften gegen eine Pfandmarke im praktischen Scheckkartenformat getauscht. Diese verschwindet einfach im Geldbeutel bis die Pfandmarke beim nächsten Kaffee wieder in einen frisch gespülten „Bambecher“ umgewandelt wird. Kein Spülen und keine lästige Jagd nach dem mehr oder eher weniger nahegelegenen Mülleimer.

Geschaffen von einem Zusammenschluss der Grün-Alternativen Liste Bamberg (GAL), dem Verein CHANGE – Chancen.Nachhaltig.Gestalten e.V. und weiteren Ehrenamtlichen ist das Projekt „Bambecher“ ab diesem Sommer in der Hand des Bamberger Stadtmarketings, um langfristig umgesetzt zu werden. An dieses ist sich auch zu wenden, wenn man das Modell nicht mehr nutzen kann oder sollte der Becher, Deckel oder auch die Pfandmarke einmal beschädigt werden, sodass es unbenutzbar wird. In diesem Fall erhält man kostenlosen Ersatz. Trotzdem sind alle Teile besonders robust entwickelt, damit der Becher sogar jahrelang verwendet werden kann.


Die Beweggründe

… sind gleichzeitig das Ziel dieser Initiative: Die Reduzierung von Müll, sowie der absurden Mengen an Energie, Wasser, Erdöl und Holz, die letztendlich in ein Wegwerfprodukt investiert werden. Damit das Projekt ins Licht der Öffentlichkeit rückte und das benötigte Startkapital gesammelt werden konnte, organisierten die Beteiligten ein Crowdfunding und verschiedenste Aktionen, so auch den „Coffee-to-stay“ am Maxplatz bei dem kostenloser Kaffee ausgeschenkt und sich über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Genuss unterhalten wurde.

Die Liste der teilnehmenden Cafés wächst stetig und wird auf der eigenen Website des Konzepts Bambecher.de aktualisiert, wo auch weitere Informationen zur Aktion zu finden sind. Das sind die bisher teilnehmenden Geschäfte, ganz leicht zu erkennen am Bambecher-Aufkleber in der Scheibe:

Bäckerei Johann Ohland & Co. | Bäckerei Loskarn | Café Cador | Café Esspress | Café Haberkamp Café Niko | Café Rondo | Cafézimmer | Café Zuckerl | DaCaBo | Faltboot | Feinbäckerei Kerling Hofcafé | Kapuzinerbeck | Kaffeehaus Krumm&Schief | Mensa Universität Bamberg Markushaus |Mokka Makan | Rösterei M.A.G. | Spitz Rein | Stadtproviant | Stilbruch | Unverpackt Bamberg | Wicked´N´Mellow